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Hier erfährt Ihr alles Wissenswerte rund um unser Vereinsleben

Ü32 gewinnt das Mitternachtsturnier des SV Mörsch/Spfr. Forchheim

Am dritten Wochenende im Januar stand das dritte Hallenturnier für unsere Ü32 an. Beim Mitternachtsturnier des SV Mörsch und dem FV Sportfr. Forchheim wurde der Sieger in 3 Gruppen á 4 Mannschaften ermittelt.

Die Ü32 des FVE trat im ersten Spiel gegen den Gastgeber aus Mörsch an. Das Spiel war kaum angepfiffen lag man bereits nach 8 Sekunden mit 1:0 zurück. Sebastian Kraut und Simon Revfi drehten mit ihren Treffern das Spiel und zum ersten Mal in diesem Jahr startete man mit einem Sieg in ein Hallenturnier. Im zweiten Gruppenspiel gegen Phönix Durmersheim ließ der FVE dem Gegner nicht den Hauch einer Chance. Minütlich schallte die Tormusik durch die Halle. Mit 12 Turnier in 12 Spielminuten erzielte man den höchsten Turniersieg. Der Gegner ließ sich nicht hängen und der Ehrentreffer kurz vor Ende wurde von allen Zuschauern bejubelt – 12:1 lautete der Endstand. Der FC Südstern war der dritte Gruppengegner. Mit 2 Toren von Florian Benz und einem Treffer von Marius Mößner fuhr der FVE den dritten Sieg ein.

Im Halbfinale gegen die SV Allstars sahen die Zuschauer, das fußballerisch beste Spiel des Turniers. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und in einem heiß umkämpften Spiel stand es nach regulären 12 Minuten 1:1. Sebastian Kantz traf für den FVE. Es ging ins Neunmeterschießen, was spannender nicht hätte sein können. Erst die siebten Schützen brachten die Entscheidung – 8:7 für den FVE. Im zweiten Halbfinale des Turniers setzten sich die FT Forchheim durch. Auch sie warfen alles in die Waagschale und konnten lange alle Angriffe des FVE abwehren. Wenige Minuten vor Spielende brachten Sebastian Kantz und Simon Revfi den FVE in Führung. Tobias Kraut vollendete mit einem Freistoßtor den Endstand von 3:0. Somit sicherte sich die Ü32 den Turniersieg, der im Anschluss noch gefeiert wurde.

Ü35 des FVE verteidigt Titel beim Hallenturnier des TSV Schöllbronn

Nach dem Turniersieg im letzten Jahr trat die Ü35 des FVE erneut beim Hallenturnier des TSV Schöllbronn an. Der FVE startete mit Anlaufschwierigkeiten in die Gruppenphase. Im ersten Spiel kam man gegen die SG Neusatz/Rotensol nicht über ein 1:1 hinaus. Es folgte ein 4:0 Sieg gegen den TSV Spessart, bevor man erneut die Punkte teilen musste – 1:1 gegen den SSV Ettlingen. Im letzten Spiel der Gruppenphase sicherte man sich mit dem späten 2:0 Sieg über den ASC Grünwettersbach den zweiten Tabellenplatz und den Einzug ins Halbfinale.

Im Halbfinale wartete der Karlsruher SC auf den FVE. Der FVE hatte das Spiel im Griff, konnte aber kein Tor erzielen. So wurde der Sieger im Neunmeterschießen mit jeweils 3 Schüssen ermittelt – 2:0 für den FVE. Im Finale traf die Ü35 des FVE auf den SV Burbach, der sich im zweiten Halbfinale des Turniers überraschend gegen den ASC Grünwettersbach durchsetzen konnte. Auch im Endspiel hieß es am Ende 2:0 für den FVE, der im gesamten Spiel keinen Zweifel aufkommen ließ, wer am Ende als Sieger vom Platz gehen würde. Mit der guten Stimmung und lautstarken Unterstützung der Fans des SV Burbach fand das Turnier ein schönes Ende.

B-Jugend: JSG Ettlingen zeigt Moral und zieht als Gruppenzweiter in die nächste Runde ein

Beim Hallen-Kreisturnier der B-Junioren am Sonntag, 7. Dezember 2025, präsentierte sich die JSG Ettlingen kämpferisch und nervenstark. Trotz eines Fehlstarts mit zwei Niederlagen kämpfte sich das Team eindrucksvoll zurück ins Turnier und qualifizierte sich am Ende mit insgesamt zehn Punkten verdient als Gruppenzweiter für die nächste Runde.

Der Turniertag begann für die Ettlinger unglücklich: Im Auftaktspiel gegen den SVK Beiertheim setzte es eine 1:3-Niederlage. Auch in der zweiten Begegnung gegen den ASV Durlach gelang es der Mannschaft noch nicht, die eigenen Stärken auszuspielen. Durlach nutzte seine Chancen konsequent und gewann mit 2:0. Nach zwei Spielen stand die JSG damit noch ohne Punkt am Tabellenende.

Erst im dritten Spiel fand die Mannschaft zunehmend Stabilität. Gegen die Sportgemeinschaft Karlsruhe erkämpfte sich die JSG Ettlingen ein wichtiges 1:1-Unentschieden. Dieses Remis stellte die Weichen für die anschließende Aufholjagd: Mit neuer Energie und deutlich verbesserter Struktur gewann die JSG das folgende Spiel gegen die SG DJK/FV Daxlanden 2 knapp mit 2:1. Dieser Sieg läutete die entscheidende Wende ein.

In der Folge trat das Team zunehmend selbstbewusst auf. Gegen den FSSV Karlsruhe gelang ein konzentrierter und taktisch reifer 1:0-Erfolg. Spätestens jetzt war klar, dass Ettlingen im Kampf um die Qualifikation wieder voll dabei war.

Den krönenden Abschluss setzte die Mannschaft im letzten Gruppenspiel gegen die JSG SG Rüppurr/Bulach. Mit einem überzeugenden 4:0 zeigten die Ettlinger ihre beste Leistung des Tages, dominierten über weite Strecken das Spielgeschehen und sicherten sich damit die letzten entscheidenden Punkte.

Am Ende standen sowohl Ettlingen als auch Daxlanden bei zehn Punkten – doch die JSG Ettlingen setzte sich dank der besseren Tordifferenz knapp durch und erreichte somit den zweiten Tabellenplatz. Ein Weiterkommen, das die starke Moral und die enorme Leistungssteigerung im Verlauf des Turniers unterstreicht.

Mit dem Einzug in die nächste Runde haben sich die Jungs für ihren Kampfgeist belohnt und können optimistisch auf die kommenden Aufgaben blicken.

– Bericht Johannes Bieringer –

Weihnachtsfeier unserer FVE-Jugendtrainer

Gruppenbild der FVE Jugendtrainer vor einer Lichterkette in Karlsruhe
Passend zum Tag des Ehrenamts durfte am Freitag, 05.12.25 die Weihnachtsfeier unserer Jugendtrainer stattfinden – ein besonderer Anlass, um einmal von Herzen DANKE zu sagen. Die Jugendleitung lud zu einem etwas exquisiteren gemeinsamen Essen ein, um die Wertschätzung für all das Engagement auch kulinarisch auszudrücken.
 
In gemütlicher Runde traf man sich im Brick & Bones in Karlsruhe. Die Atmosphäre war festlich, die Bewirtung hervorragend und das Essen ein wahrer Genuss. Ein herzliches Dankeschön gilt daher auch dem gesamten Team des Restaurants für die wunderbare Gastfreundschaft.
 
Unser größter Dank aber geht an unsere Jugendtrainerinnen und Jugendtrainer sowie an die Jugendverwaltung. Woche für Woche widmen sie ihre Zeit, Energie und Leidenschaft unseren jungen Kickern – sie fördern, fordern und begleiten sie und tragen damit maßgeblich dazu bei, dass die Jugendabteilung des FV Ettlingenweier wächst und gedeiht. Ihr seid das Herzstück unserer Jugendarbeit!
 
Gruppenbild der FVE Jugendtrainer am Tisch im Restaurant
Gruppenbild der FVE Jugendtrainer vor einer Lichterkette in Karlsruhe

Kontinuität auf der Trainerbank beim FVE

Mannschaftsbild mit allen Spielern der 1. Mannschaft in 3 Reihen in den roten Trikots

Mit großer Freude kann der FVE verkünden, dass das Trainerduo Patrick Anstett & Felix Seyfert auch in der kommenden Saison 2026/2027 das Ruder des FVE 1 in der Hand haben werden.

Bereits im Oktober teilten die beiden dem Verein nach guten Gesprächen mit, dass sie das Angebot zur Verlängerung sehr gerne annehmen.

Trotz nur 3 Punkten aus den ersten 10 Spielen waren die Verantwortlichen und die Mannschaft von der Arbeit der beiden sehr überzeugt. Entsprechend wollte der Verein frühzeitig die Weichen für die nächste Saison stellen.

Die anschließenden 6 Spiele mit 15 Punkten zeigen, dass dies die richtige Entscheidung war. Der FVE bedankt sich jetzt schon für die geleistete Arbeit und wünscht den beiden weiterhin viel Erfolg, sowohl in der Rückrunde, als auch in der kommenden Saison 2026/27.

Interview mit unseren Jugendtrainern

Kreis aus Jugendspielern mit einem Trainer

Heute führen wir das Interview mit drei unserer Jugendtrainer*Innen. Sie geben uns einen interessanten Einblick in die Jugendarbeit.

Liebe Lara, lieber Mitja, lieber René, bitte stellt euch doch einmal kurz vor. Was macht ihr, wenn ihr nicht auf dem Trainingsplatz steht?

Lara Schulte: Ich stecke gerade in den letzten Zügen meiner Masterarbeit und starte im Februar ins Referendariat. Wenn ich nicht gerade auf dem Fußballplatz stehe oder an meiner Masterarbeit sitze, bin ich am liebsten mit meinem Hund im Wald unterwegs. Da kann ich richtig abschalten und den Kopf freikriegen.

Mitja Mayer: Arbeiten und viel Zeit mit meiner Frau und meinen zwei Kindern verbringen. Da ich seit dieser Saison nur noch einmal die Woche aktiv gegen den Ball trete, habe ich vor kurzem wieder mit dem Tennisspielen begonnen.

René Mazi: Ich bin ein 41-jähriger Familienvater von zwei großartigen Kindern und einer zauberhaften Frau, dazu noch zwei Katzen. Des Weiteren bin ich Angestellter bei einem Energieversorgungsunternehmen und stolzer Ettlinger. Neben dem Trainingsplatz bleibe ich leidenschaftlich gerne dem Fußball treu, ob selbst am Ball oder als Fan des KSC. Ansonsten steht bei mir die Familie, sportliche Aktivitäten sowie gemütliches Beisammensein, bestenfalls kombiniert mit leckerem Essen und Trinken, weit oben.

Kreis aus Jugendspielern mit einem Trainer

Für welche Mannschaften seid ihr verantwortlich und seit wann? Macht ihr die Trainingsarbeit im Team? Wer unterstützt euch?

Lara Schulte: Ich bin seit Beginn dieser Saison hauptverantwortlich für die C2 zuständig. Die Trainingsplanung und das Organisatorische liegen bei mir, während Ralf und Andreas mich im Training und beim Coaching unterstützen. Wir stehen auch ständig im Austausch, egal ob’s um die Aufstellung am Spieltag, die Trainingsschwerpunkte oder Elternkommunikation geht.

Mitja Mayer: Wir haben zu dieser Saison die F-Jugend neu übernommen. Unser Trainerteam besteht aus Tim Fährmann (schon in jungen Jahren FVE-Legende),

Carlo Mauceri, Alexander Ruf und mir.

René Mazi: Aktuell bin ich zusammen mit dem Max Gänßmantel für die E1-Jugend zuständig. Begleiten tue ich die Jungs und Mädel mit 2015er-Jahrgang, schon seit Anfang der F-Jugend. Ich bin somit schon paar Jahre dabei. Das Team steht bei uns an oberster Stelle, denn ob Spieler, Trainer oder die Eltern, nur zusammen kann man erfolgreich sein.

 

Wie kam es zu eurem Engagement für unsere Jugend?
Lara Schulte: Sophie hat mir Anfang des Jahres erzählt, dass sie die stellvertretende Jugendleitung übernimmt und noch nach Jugendtrainern sucht. Da ich sowieso nach einem Ehrenamt gesucht habe und früher selbst lange Fußball gespielt habe, habe ich mir die Trainings mal angeschaut. Eigentlich wollte ich, zumindest vorerst, nur unterstützend tätig werden. Jetzt sitze ich abends am Laptop, plane Trainings, zeichne Übungsskizzen und überlege, welche Positionen und Aufstellungen am besten zu den Jungs passen.

Mitja Mayer: Das hat sehr viele Gründe. Der Hauptgrund ist sicherlich, dass der Fußball mir so viel gegeben, so viele positive Werte vermittelt hat, dass es mir ein Anliegen ist, diese auch an die kommenden Generationen weiterzugeben. Zudem habe ich im Sommer meine aktive Laufbahn im Seniorenbereich beendet, so dass mir auch die Zeit dafür bleibt, ein Traineramt auszuführen. Und zuletzt ist es mir natürlich ein sehr großes Anliegen, meine Söhne und deren Freunde in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

René Mazi: Wahrscheinlich wie bei den meisten Eltern auch. Man steht fast immer mit an der Seitenlinie dabei und fiebert mit seinem Kind mit, sei es im Spiel oder Training. Dazu kam die ein oder andere Bitte um kurze mithilfe der Trainer und so steigerte sich das Ganze nach oben, bis es plötzlich hieß, jetzt bist du Jugendtrainer.

Was motiviert euch für euer Amt? Es ist sicher nicht ganz leicht einen Haufen Kinder oder Jugendliche im Zaun zu halten und gleichzeitig Inhalte zu vermitteln.

Lara Schulte: Fußball ist einfach ein toller Sport. Klar, es kann manchmal eine echte Herausforderung sein, die Aufmerksamkeit von 30 pubertierenden Jungs zu bekommen und zu halten. Aber genau das macht es auch spannend. Wenn eine Übung klappt, die Jungs das Gelernte im Training umsetzen und dann auch noch im Spiel zeigen, ist das ein richtig gutes Gefühl. Das gibt jedes Mal aufs Neue frische Motivation!

Mitja Mayer: Das Vertrauen und die Begeisterung der Kinder motivieren mich. Wenn zudem Entwicklungen – sowohl sozial als auch sportlich – zu beobachten sind,

Portraitbild Lara Schulte

lacht das Trainerherz. Aber bei all der Euphorie und Energie sowie all dem Mitteilungsbedürfnis, das die Kinder nach einem anstrengenden Tag haben, ist es manchmal wirklich herausfordernd, Trainingsinhalte zu vermitteln, da wir hierzu die volle Aufmerksamkeit der Kinder benötigen.

René Mazi: Die Liebe zum Fußball. Den Kindern neben dem schulischen Alltag den Spaß und die Freude an diesem Sport zu vermitteln und das bestenfalls noch erfolgreich. Das Kinder und Jugendliche nicht einfach sein können und man als Trainer gefühlt öfters ins Leere spricht und erklärt, kennen die meisten Eltern wohl auch von zu Hause. Das gehört ein Stück weit dazu und man muss damit umgehen können. Die eine oder andere Runde um das Spielfeld oder Sprinteinheit kann da Wunder wirken, um wieder Ruhe reinzubekommen.

 

Was sind aus eurer Sicht die größten Herausforderungen in der Jugendarbeit (allgemein und beim FVE)?

Lara Schulte: Die Zeiten haben sich geändert. Der Fußball hat nicht mehr den Stellenwert, den er früher hatte, als die Jugendlichen aus der Schule heimkamen und noch vor den Hausaufgaben auf den Bolzplatz gefahren sind. Jugendliche haben mittlerweile einfach viel mehr Möglichkeiten, ihre Freizeit zu gestalten. Gerade in der Pubertät ist es daher eine Herausforderung, die Motivation hochzuhalten, die Jungs zu fordern, ohne sie zu überfordern, mal Quatsch zuzulassen, aber gleichzeitig auch den Fokus zu bewahren. Man sieht beim FVE, dass die Anmeldezahlen hoch sind, aber ab Pubertät anderen Prioritäten gesetzt werden. Deshalb ist es wichtig, durch abwechslungsreiches Training und gemeinsame Aktivitäten die Motivation zu stärken und die Verbundenheit zum Verein zu fördern.

Mitja Mayer: Beim Fußball denken Eltern wie Kinder oft zu sehr an den eigenen Erfolg – an Tore, Anerkennung oder Siege – statt an das gemeinsame Spiel. Wirklich wichtig im Fußball sind Teamgeist, Fairness und die Freude am Miteinander, nicht das Ego einzelner. Den Trainern mehr Vertrauen zu schenken, die ausschließlich die bestmögliche Entwicklung jedes Kindes im Blick haben, würde helfen.
Auch ist es mittlerweile schwieriger, Eltern in die Vereinsarbeit einzubinden. Dies ist leider bei Anwesenheiten an Terminen bzw. Übernahme von Aufgaben deutlich spürbar. Für eine gute Jugendarbeit (und daran sind wir doch alle – Trainer, Eltern, etc.) interessiert, ist die Unterstützung von allen Beteiligten aber unerlässlich. Wenn jeder einzelne zum Wohle des Vereins und damit auch seiner Kinder ein wenig mehr anpacken würde, wäre allen deutlich geholfen, eine Win-Win-Situation.

René Mazi: Meiner Meinung nach ist das einfach der gesellschaftliche Wandel, welcher die Zeit mit sich bringt. Wenn ich an meine Kindheit zurückblicke, hatten wir einfach noch nicht diese ganzen digitalen Möglichkeiten und Einflüsse wie Spielekonsolen, Handy, Social Media und co., um seine Freizeit zu gestalten. Das alles steht halt heute einfach in Konkurrenz zum draußen spielen und wird oftmals bevorzugt. Da gilt es einfach eine gesunde Balance zu all dem zu finden.

Portraitbild Rene Mazi

Der FVE hat das Kunstrasen-Projekt ins Leben gerufen. Wie steht ihr dazu? Gerade für unsere Kinder und Jugendlichen wäre der Kunstrasen ja ein Segen, oder?

Lara Schulte: In der C-Jugend haben wir aktuell rund 50 Jungs und Mädels auf dem Papier. Wenn wir uns dann noch zusammen mit der D-Jugend auf den Trainingsplatz quetschen, wird es ziemlich schwierig, ein sinnvolles Training zu gestalten. Außerdem macht das Kicken auf den tiefen, matschigen Plätzen im Winter einfach nicht mehr so viel Spaß und das Verletzungsrisiko steigt. Daher wäre Kunstrasen für uns alle wirklich ein Segen.

Mitja Mayer: Der Kunstrasen muss kommen, damit der FVE auch die nächsten Jahre bzw. Jahrzehnte Kinder, Jugendlichen und

Erwachsenen ein attraktives Angebot stellen kann. Mittlerweile ist ein Kunstrasenplatz für einen Fußballverein überlebenswichtig. Schon jetzt im Herbst ist das Training unter den aktuellen Bedingungen nur sehr erschwert möglich. Unser Ziel ist unseren Kindern ganzjährig ein Trainingsangebot im Freien anbieten zu können. Daher unterstützen wir das Projekt mit aller Kraft und Energie, die wir haben.

René Mazi: Viele Vereine haben mittlerweile einen Kunstrasen und sind dadurch einfach Wetter unabhängiger. Zu einem modernen Fußballverein gehört das heutzutage als Ergänzung einfach dazu. Die Qualität der Kunstrasenplätze hat sich in den letzten Jahren auch deutlich nach oben entwickelt. Der Fußball im Allgemeinen sollte aber weiterhin auf einem top gepflegten Rasenplatz stattfinden, da geht nichts drüber.

 

Wie schaffen wir es, dass wir auch unsere älteren Jugendmannschaften wieder besetzt bekommen oder zumindest mehr Spieler in den Spielgemeinschaften stellen können?

Das Ziel sollte ja sein, mehr Spieler für die Herrenmannschaften auszubilden.

Lara Schulte: Unsere Jugendarbeit ist gerade im Umschwung und auf einem guten Weg, mehr Jugendliche zu gewinnen aber auch langfristig beim Verein zu halten. Es gibt mittlerweile mehr Aktionen, um Nichtmitglieder auf den FVE aufmerksam zu machen, und tolle Feste und Aktivitäten, damit die Spieler gerne dabeibleiben. Ich glaube außerdem, dass viele Jungs manchmal das Ziel aus den Augen verlieren, später bei den Herren mitzuspielen. Für viele der Jungs und Mädels wäre es schön, wenn mehr direkter Kontakt bestehen würde, sodass unsere Damen- und Herrenmannschaften nicht mehr ganz so unnahbar für sie wirken und sie sehen, dass der Schritt dorthin wirklich machbar ist.

Mitja Mayer: Wir waren früher täglich auf dem Bolzplatz, daher konnte das Fußballtraining dazu genutzt werden, an Trainingsschwerpunkten individuell zu trainieren und diese zu verbessern. Heutzutage gehen (die meisten) Kinder nicht mehr in ihrer Freizeit kicken, das heißt wir müssen den Bolzplatz in das Training holen, denn Bolzplatz heißt Spaß pur. Und wir müssen in kleinen Spielformen trainieren, so dass jedes Kind sich altersgerecht und niveauunabhängig entwickeln kann. So erzeugen wir Intensität und Wiederholungen und vor allem Spaß und letzteres ist das, was Kinder beim Fußball hält.

René Mazi: Schwierige Frage, die sich sicherlich schon einige gestellt haben und wohl noch nicht diese eine Lösung gefunden haben, die es bräuchte. Vielleicht fehlt einfach diese Verbindung zwischen dem Jugend- und dem Herrenfußball. Es gibt einfach eine zu große Lücke dazwischen, ob gewollt oder nicht. Die Jugendlichen benötigen hier viel mehr Wertschätzung, echte Perspektive und ein Ziel vor Augen, um das dann auch zu wollen und erreichen können, fordern und fördern. Sonst wird sich da nicht viel ändern.

Was war bisher euer schönstes Erlebnis als Jugendtrainer? Welcher Moment hat euch bewegt oder beeindruckt?

Lara Schulte: Meine Jungs aus der C2 beeindrucken mich immer wieder. Bei unserem ersten Rundenspiel lagen wir zur Pause 0:2 zurück und anstatt die Köpfe hängen zu lassen, sind sie raus auf’s Feld, haben alles gegeben und den 3:2-Sieg nach Hause geholt. Beim Derby gegen Bruchhausen hat ihre Strategie mit den tiefen Bällen und mit Geschwindigkeit die gegnerische Verteidigung zu überwinden nicht funktioniert. Also haben wir in der Halbzeit die Taktik angepasst, sie sind wieder aufs Feld und haben es direkt umgesetzt. Am Ende stand ein verdienter 4:0-Sieg. Aber nicht nur die Spiele beeindrucken mich: Der Teamgeist wächst stetig. Immer wieder kommen Jungs, auch bei Auswärtsfahrten, zum Zuschauen und Anfeuern, obwohl sie nicht im Kader stehen. Genau das macht für mich den Fußball aus – gemeinsam, egal ob auf oder neben dem Platz.

Portraitbild Mitja Mayer

Mitja Mayer: Highlight war sicherlich unser Kabinenfest mit Pizza, Drinks, Snacks und DJ. Sportlich bewegt mich, dass sich unsere Kinder mittlerweile über die Tore ihrer Mitspieler mindestens genauso freuen als über ihre eigenen. Dazu passend eine Aussage eines unserer Spieler an einem Spieltag: „Ich will heute nur meinen Mitspielern Tore auflegen und keine eigenen schießen.“ Er konnte das direkt umsetzen und bereitete in drei Spielen mehr als fünf Tore direkt vor und ging glücklich und vor Freude strahlend nach Hause.

Kreis aus Jugendspielern mit einem Trainer

René Mazi: Da gibt es für mich nicht das eine Große, es sind viele kleine Dinge, die mich freuen. Das fängt an bei der fußballerischen Entwicklung, über großartige Spielszenen oder Einzelaktionen und geht natürlich hoch bis zu gewonnen Spielen. Wenn die Kinderaugen glücklich sind und voll mit Freude, dann kann das der Trainer auch sein.

 

Vielen Dank für das Interview – das sind tolle Einblicke in eure Jugendarbeit! Ganz besonders danken wir euch für euer Engagement für unsere Jugend und für euer Ehrenamt!

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