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Nachgefragt bei Moritz Reichenbacher

In unserer neuen Kategorie „nachgefragt bei…“ interviewen wir Spieler, Trainer, Fans oder Freunde des FVE und stellen ihnen einige Fragen. Die Interviews verlaufen selbstverständlich kontaktlos via Mail und sozialer Medien.

Moritz ist seit 2018 beim FVE. Der FVE ist für ihn die erste Station im Seniorenfußball, nachdem er seine Jugend in Berghausen verbrachte. Seine familiären Wurzeln väterlicherseits stammen aus Ettlingenweier und somit war es für Moritz auch eine Herzensangelegenheit beim FVE zu spielen. Im Sommer kam dann auch noch sein Bruder Yannik zum FVE und seitdem treiben die Gebrüder Reichenbacher ihr Unwesen in Ettlingenweier.

 

FVE: Hallo Moritz, normalerweise verbringen wir die Wochenenden mit viel Fußball und sind vor allem auch häufig beim FVE auf dem Sportplatz. Wie verbringst du aktuell deine Wochenenden?

Moritz: Meine Wochenenden sind ruhig und entspannt. Unter der Woche bin ich viel mit Onlinevorlesungen beschäftigt, sodass ich am Wochenende gerne auch mal „nichts“ tue.

 

FVE: Aktuell kann ja kein regelmäßiges Mannschaftstraining stattfinden. Wie hältst dich daher aktuell fit?

Moritz: Die Situation verringert natürlich die Optionen, daher fahre ich viel Fahrrad oder halte mich durch kleine Workouts fit. Ich habe mir mit meinem Bruder ein Fußballtennisnetz für Zuhause bestellt, welches wir auch nutzen um wenigstens einigermaßen mit dem Ball in Berührung zu kommen.

 

FVE: Du gehörst zur „jungen Garde“ des FVE und hast vor 2 Jahren noch in der Jugend gespielt. Was ist für dich der größte Unterschied zwischen Junioren- und Seniorenfußball?

Moritz: Es gibt schon sehr viele Unterschiede. Der Seniorenfußball ist viel schneller und körperbetonter. Als A-Jugend Spieler muss man sich daher erst an die robuste Spielweiße gewöhnen, welche mir im Training aber von dem ein oder anderen direkt mitgegeben wurde. Der größte Unterschied ist die Taktik. In der Jugend kommt es viel auf die individuelle Klasse eines Spielers an. Diese entscheiden dann auch meistens die Partie. Im Seniorenbereich ist Taktik ein wichtiger Bestandteil, um ein Spiel gewinnen zu können.

 

FVE: In den letzten Wochen wurde viel gemutmaßt wie es mit der aktuellen Saison im Amateurfußball weitergeht bzw. weitergehen soll, viele Möglichkeiten stehen im Raum, jetzt wurde sogar eine Lösung ausgesprochen, die auf einem Verbandstag endgültig entschieden werden, aber was wäre für dich die logischste Option?

Moritz: Der Verband hat schon mal einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Ich finde es macht keinen Sinn die laufende Saison weiter zu spielen. Das Konzept des Punktequotienten und keine Absteiger ist für mich die sinnvollste Lösung. Aber ich würde mit der Hinrundentabelle abschließen, weil es für mich die fairste Lösung für alle wäre. Dadurch spielen nämlich Platzverhältnisse, Wetter oder Rückrundenspiele keine Rolle.

 

FVE: Nun hat die Bundesliga wieder begonnen, wie gefällt dir das Konzept der Geisterspiele? Schaust du sie an oder sagst du, das hat nichts mit normalem Bundesligafußball zu tun?

Moritz: Mich freut es sehr, dass ich wieder Bundesliga schauen kann. Natürlich ist es komisch und bei weitem nicht das gleiche ohne Fans auf den Rängen, aber es gibt uns wieder ein Stück Normalität und Hoffnung zurück, dass auch wir wieder bald zusammen auf dem Platz stehen können.

 

FVE: Abschließend die wichtigste Frage: Was vermisst du aktuell am meisten beim bzw. am FVE?

Moritz: FVE ist für mich Familie. Daher vermisse ich viele Sachen. Vom Zusammensitzen in der Kabine, Kabinenfeste und Ausflüge welche dieses Jahr leider auch nicht stattfinden können. Am meisten sind es aber tatsächlich die sozialen Kontakte mit meinen Mitspielern welche ich mir nur zu gerne zurückwünschen würde. Mobbet hat es zuletzt sehr gut auf den Punkt gebracht, dass zum FVE zu gehen sich anfühlt als würde man nach Hause kommen und da kann ich mich nur anschließen.

 


Datum: Freitag, den 05.06.2020